Die vier führenden KI-Assistenten – ChatGPT, Perplexity, Claude und Gemini – haben im Frühjahr 2026 sehr unterschiedliche Ansätze im Bereich Werbung entwickelt. Diese Entwicklung zeigt sich inzwischen auf jeder Plattform deutlich: von den eingesetzten Werbeformaten über die verfügbaren Buchungsmodelle und Preisstrukturen bis hin zur strategischen Ausrichtung. Für viele Marken wird dabei klar, dass nicht mehr der einzelne Assistent im Mittelpunkt steht, sondern eine übergreifende Präsenz über mehrere KI-Plattformen hinweg.
Im ersten Quartal 2026 floss ein Großteil der Werbebudgets im KI-Bereich in ChatGPT. Die Plattform gilt inzwischen als ausreichend etabliert, um professionell als Werbekanal genutzt zu werden. OpenAI startete am 9. Februar 2026 offiziell den „ChatGPT Ads Pilot“, überschritt bereits nach sechs Wochen einen hochgerechneten Jahresumsatz von 100 Millionen US-Dollar und führte im April 2026 zusätzlich einen Self-Service-Anzeigenmanager ein. Gleichzeitig wurde die Einstiegshürde deutlich reduziert: Während zu Beginn des Pilotprogramms noch Mindestbudgets von 250.000 US-Dollar erforderlich waren, liegt die Schwelle im Self-Service-Modell inzwischen bei 50.000 US-Dollar. Der durchschnittliche CPM bewegt sich aktuell bei rund 60 US-Dollar.
Bereits in der ersten Phase des Programms beteiligten sich mehr als 600 Marken, darunter Unternehmen wie Target, Ford, Adobe, Best Buy und Williams-Sonoma. Angeboten werden derzeit zwei zentrale Werbeformate: gesponserte Treffer innerhalb der SearchGPT-Websuche sowie konversationelle Anzeigen, die am unteren Rand kommerziell relevanter Antworten eingeblendet werden. Sämtliche Anzeigen sind klar als „Sponsored“ gekennzeichnet. Gleichzeitig schließt OpenAI sensible Themenbereiche wie Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik ausdrücklich von der Werbeausspielung aus.
Das Zugangsmodell ist zweistufig aufgebaut:
Seit April 2026 ermöglicht der Self-Service-Anzeigenmanager eine eigenständige Kampagnensteuerung mit Echtzeitdaten zu Impressionen, Klicks und Budgetverteilung. Voraussetzung bleibt ein Mindestbudget von 50.000 US-Dollar.
Parallel dazu existieren weiterhin betreute Enterprise-Programme über direkte OpenAI-Vertriebs- und Agenturpartnerschaften. Dieses Modell wurde bereits von den ersten großen Marken im Pilotprogramm genutzt und richtet sich vor allem an größere Werbetreibende.
Werbefrei bleiben dagegen die kostenpflichtigen Premium-Abonnements. Nutzer von Plus, Team, Enterprise und Pro sehen standardmäßig keine Anzeigen. Werbung wird aktuell ausschließlich in den kostenlosen sowie den ChatGPT-Go-Tarifen ausgespielt.
Die bisherigen Pilotdaten zeigen ein gemischtes Bild: Besonders bei Suchanfragen mit klarer Kaufabsicht erzielen Anzeigen deutlich höhere Klickraten, bleiben jedoch unter den ursprünglich erwarteten Werten von 5 bis 15 Prozent. Bei einem CPM von 60 US-Dollar und mittleren einstelligen CTRs ergibt sich ein effektiver CPC zwischen 6 und 12 US-Dollar. Damit liegt ChatGPT über klassischen Google-Suchanzeigen, bewegt sich jedoch im Rahmen typischer Premiumpreise neuer Such- und KI-Plattformen.
Entscheidend für Werbetreibende ist aktuell vor allem eines: ChatGPT ist bereits ein realer und funktionierender Werbekanal, befindet sich aber noch in einer frühen Marktphase. Unternehmen mit ausreichendem Budget und strategischer Geduld können derzeit noch vergleichsweise günstige Reichweiten und Inventare sichern, bevor sich die Auktionsmechanismen vollständig etablieren. Das sogenannte Early-Mover-Fenster ist somit weiterhin geöffnet – allerdings bleibt ChatGPT bislang nur eine einzelne Plattform innerhalb des wachsenden KI-Ökosystems und noch keine marktweite Standardlösung.
Perplexity hat zunächst mit Werbeformaten experimentiert, sich inzwischen jedoch vollständig aus dem Anzeigenmarkt zurückgezogen. Seit April 2026 können auf der Plattform keine bezahlten Platzierungen mehr gebucht werden. Das Unternehmen führte im November 2024 erstmals gesponserte Folgefragen ein und arbeitete dabei mit Partnern wie Indeed, Whole Foods Market und Universal McCann zusammen. Nach dem Ausscheiden des Werbevertriebsleiters Taz Patel im August 2025 wurde das Programm jedoch pausiert. Im Februar 2026 bestätigte Perplexity schließlich offiziell, dass sämtliche Werbeaktivitäten eingestellt wurden und aktuell keine Rückkehr geplant ist.
Als Hauptgrund nennt das Unternehmen den Faktor Vertrauen. Gegenüber der Financial Times erklärte das Management, dass Nutzer beginnen würden, die Neutralität und Integrität der Antworten infrage zu stellen, sobald Werbung direkt in Such- oder Antwortergebnissen auftaucht. Aus Sicht von Perplexity sei die langfristige Glaubwürdigkeit der eigenen Antwortmaschine strategisch wertvoller als kurzfristige Werbeeinnahmen.
Für Marken bedeutet dieser Schritt vor allem eines: klassische Werbeplatzierungen auf Perplexity stehen derzeit nicht mehr zur Verfügung.
Gesponserte Folgefragen wurden vollständig entfernt.
Auch die früher getesteten gesponserten Antwortformate existieren nicht mehr.
Indirekte Sichtbarkeit bleibt lediglich über lizenzierte Publisher und zitierte Quellen möglich.
Der wichtigste Hebel für Unternehmen ist daher aktuell GEO („Generative Engine Optimization“): Inhalte müssen so strukturiert werden, dass Perplexity sie organisch zitiert und in Antworten einbindet.
Zusätzlich gewinnen externe KI-Werbenetzwerke an Bedeutung, die KI-native Anwendungen außerhalb von Perplexity bündeln und Marken alternative Platzierungsmöglichkeiten bieten.
Der Rückzug von Perplexity ist strategisch besonders relevant, weil er zeigt, dass sich nicht alle großen KI-Assistenten in Richtung klassischer Werbemodelle entwickeln. Während andere Plattformen Anzeigeninventar aufbauen, verzichtet Perplexity bewusst darauf. Für Marken bedeutet das: Wer 2026 eine Werbestrategie für KI-Assistenten plant, kann nicht mehr davon ausgehen, dass alle großen Systeme gleichermaßen buchbare Werbeflächen anbieten.
Gemini gilt aktuell als die komplexeste Werbeplattform unter den großen KI-Assistenten, da Google unter dem Namen „Gemini“ mehrere unterschiedliche Produkte zusammenführt. Werbung erscheint derzeit vor allem in den KI-gestützten Bereichen der Google-Suche – insbesondere in den sogenannten AI Overviews sowie im AI Mode. Die eigenständige Gemini-App bleibt dagegen trotz verschiedener Marktgerüchte und Werbebriefings bis April 2026 weiterhin werbefrei.
Wo Anzeigen aktuell sichtbar sind
AI Overviews:
Anzeigen können oberhalb, innerhalb oder unterhalb der KI-generierten Antwortblöcke in der Google-Suche erscheinen. Dieses Format ist auf Mobilgeräten und Desktop-Systemen verfügbar und wird aktuell unter anderem in den USA, Australien, Kanada, Indien, Indonesien, Kenia, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Pakistan, den Philippinen und Singapur ausgespielt.
AI Mode:
Im separaten KI-Sucherlebnis von Google, das im März 2025 eingeführt wurde, erscheinen laut Daten aus dem ersten Quartal 2026 in rund einem Viertel aller Antworten gesponserte Inhalte.
Shopping-Funktionen innerhalb der Gemini-App:
Google testet derzeit Kauf- und Commerce-Integrationen mit Partnern wie Etsy und Wayfair direkt innerhalb des Gemini-Chat-Erlebnisses. Diese Funktionen unterscheiden sich jedoch von klassischen Werbeanzeigen und ähneln eher integrierten Einkaufsmöglichkeiten.
Wie Unternehmen Zugang zum Werbeinventar erhalten
Für die Schaltung von Anzeigen in den KI-Bereichen ist kein separates Gemini-Werbesystem notwendig. Die Integration läuft vollständig über das bestehende Google-Ads-Ökosystem. Unterstützt werden derzeit insbesondere:
Performance Max
AI Max for Search
breit angelegte Suchkampagnen mit erweitertem Matching
Das bedeutet: Wer bereits mit Google Ads arbeitet, kann vorhandene Kampagnen-Assets direkt für AI Overviews und den AI Mode nutzen. Google übernimmt dabei mithilfe eigener KI-Systeme automatisch die Platzierung und Optimierung der Anzeigenformate. Nach Angaben des Unternehmens erzielen Kampagnen mit vollständigem AI-Max-Funktionsumfang im Durchschnitt rund sieben Prozent höhere Conversion-Werte bei vergleichbaren CPA- und ROAS-Werten.
Die Rolle der eigenständigen Gemini-App
Google betont weiterhin öffentlich, dass die Gemini-App aktuell keine klassischen Werbeanzeigen enthält. Diese Aussage wurde Ende 2025 von Dan Taylor, Vice President Global Ads bei Google, sowie Anfang 2026 von Demis Hassabis beim Weltwirtschaftsforum in Davos bestätigt. Gleichzeitig existieren Berichte, wonach Werbekunden bereits über mögliche zukünftige Anzeigenformate innerhalb von Gemini informiert wurden. Daraus lässt sich ableiten, dass Google eine Monetarisierung der Gemini-App zwar vorbereitet, diese jedoch bis April 2026 noch nicht offiziell eingeführt hat.
Microsoft Copilot gilt derzeit als die am stärksten kommerziell ausgerichtete KI-Plattform unter den großen Assistentensystemen. Anders als viele Wettbewerber baut Microsoft dabei auf eine bereits bestehende Werbe- und Commerce-Infrastruktur auf: Das Copilot-Ökosystem greift direkt auf das Bing-Anzeigeninventar und Microsoft Advertising zurück und erweitert dieses um konversationelle Werbeformate, KI-gestützte Shopping-Prozesse sowie markenspezifische KI-Assistenten. Sämtliche Funktionen werden über die bestehende Microsoft-Advertising-Plattform gesteuert. Die Werbesparte des Unternehmens erzielte im Geschäftsjahr 2025 rund 13,9 Milliarden US-Dollar Umsatz und wuchs gegenüber dem Vorjahr um 21 Prozent. Auch für 2026 wird weiteres Wachstum erwartet.
Welche Werbe- und Commerce-Formate bereits aktiv sind
Copilot Search Ads:
Anzeigen können direkt unter KI-generierten Antworten innerhalb von Copilot erscheinen und werden über Performance-Max-Kampagnen ausgespielt.
Copilot Checkout:
Seit Januar 2026 testet Microsoft konversationelle Einkaufserlebnisse direkt im Chat. Dabei arbeitet das Unternehmen mit Partnern wie PayPal, Shopify, Stripe und Etsy zusammen. Shopify-Händler wurden standardmäßig integriert und mussten aktiv widersprechen, falls sie nicht teilnehmen wollten. Laut Microsoft führen Interaktionen mit Copilot deutlich häufiger zu Käufen und verkürzen den Zeitraum zwischen Produktsuche und Conversion erheblich.
Brand Agents:
Ebenfalls seit Anfang 2026 bietet Microsoft KI-gestützte Markenassistenten an, die Unternehmen direkt auf ihren eigenen Websites einsetzen können. Diese Assistenten sind mit Microsoft Clarity verbunden und liefern detaillierte Analysedaten über Nutzerinteraktionen.
Creative Generation über Microsoft Advertising:
Werbemittel können inzwischen mithilfe von Copilot automatisiert erstellt und anschließend über verschiedene Microsoft-Werbeflächen ausgespielt werden – darunter Bing, Partnernetzwerke und konversationelle Copilot-Suchen.
Leistungsdaten und Marktposition
Nach Angaben von Microsoft erzielen Copilot-Anzeigen im Vergleich zu klassischen Suchanzeigen deutlich höhere Interaktionsraten. Das Unternehmen spricht von:
73 % höheren Klickraten,
16 % besseren Conversion-Raten,
verkürzten Customer Journeys
sowie einer insgesamt positiveren Nutzerwahrnehmung.
Auch wenn diese Zahlen aus Microsoft-eigenen Analysen stammen und nicht unabhängig überprüft wurden, entsprechen sie einem generellen Trend im Bereich KI-gestützter Such- und Antwortsysteme: Nutzer befinden sich häufig bereits näher an einer konkreten Kaufentscheidung, wodurch Conversion-Prozesse kürzer und effizienter werden als bei traditionellen Display- oder Suchanzeigen.
Warum Copilot aktuell als besonders reife Commerce-KI gilt
Microsoft profitiert davon, dass das Unternehmen bereits seit vielen Jahren Werbe- und Commerce-Technologien aufgebaut hat – darunter Bing Ads, LinkedIn Ads sowie Plattformen wie PromoteIQ und Xandr. Während viele Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit zunächst auf ChatGPT richteten, integrierte Microsoft diese bestehenden Systeme schrittweise direkt in das Copilot-Erlebnis. Dadurch verfügt Copilot heute über eine vergleichsweise ausgereifte Infrastruktur für KI-gestützte Werbung und Commerce-Anwendungen.
Claude verfolgt derzeit den konsequentesten Anti-Werbe-Kurs unter den großen KI-Assistenten. Es gibt weder bezahlte Platzierungen noch gesponserte Antworten oder integrierte Markenformate innerhalb der Plattform. Anthropic hat diese werbefreie Ausrichtung bewusst zu einem zentralen Bestandteil der eigenen Markenstrategie gemacht. Anfang Februar 2026 präsentierte das Unternehmen Claude öffentlich als „einen Ort zum Nachdenken“ und unterstrich diese Positionierung sogar mit einer Super-Bowl-Kampagne unter dem Motto: „Werbung kommt zur KI – aber nicht zu Claude.“ Vertreter von Anthropic betonten mehrfach, dass Werbung bewusst ausgeschlossen werde, da kommerzielle Interessen langfristig die Qualität und Neutralität der Antworten beeinflussen könnten.
Welche Möglichkeiten Marken bei Claude haben – und welche nicht
Nicht möglich sind derzeit:
der Kauf bezahlter Platzierungen,
gesponserte Antworten,
Retargeting von Claude-Nutzern,
bezahlte Priorisierung in Zitaten oder Antworten,
sowie klassische native Werbeformate innerhalb der Plattform.
Kurz gesagt: Ein offizielles Werbeprodukt für Claude existiert aktuell nicht.
Möglich bleibt dagegen:
die Optimierung von Inhalten für organische Erwähnungen innerhalb von Claude-Antworten,
der Aufbau zitierfähiger, strukturierter und datenbasierter Inhalte,
die Beobachtung von Marken- und Modellpräsenz über Drittanbieter-Analyseplattformen,
sowie der parallele Einsatz bezahlter Kampagnen auf anderen KI- und Suchplattformen, um fehlende Reichweite innerhalb von Claude indirekt auszugleichen.
Im Mittelpunkt steht dabei vor allem das Thema „Generative Engine Optimization“ (GEO). Unternehmen versuchen ihre Inhalte so aufzubereiten, dass Claude sie bei relevanten Nutzeranfragen organisch zitiert oder referenziert.
Strategisch ist Claudes Haltung besonders interessant, weil sie den stärksten Kontrast zu Plattformen wie ChatGPT oder Copilot bildet. Während andere Anbieter aktiv Werbeinfrastrukturen aufbauen, setzt Anthropic bewusst auf Werbefreiheit als Differenzierungsmerkmal. Dadurch entstehen neue Marktmodelle: Wer Claude-nahe Zielgruppen dennoch mit bezahlten Medien erreichen möchte, muss zunehmend auf externe KI-Netzwerke, Drittplattformen oder unabhängige Assistenten und Agentensysteme ausweichen, die mit Claude-Technologien arbeiten, aber nicht direkt von Anthropic betrieben werden.
Die großen KI-Plattformen verfolgen 2026 sehr unterschiedliche Strategien im Umgang mit Werbung und Monetarisierung. Während einige Anbieter aktiv Werbeökosysteme aufbauen, setzen andere bewusst auf Werbefreiheit als Teil ihrer Markenidentität.
ChatGPT entwickelt sich zu einer der wichtigsten neuen KI-Werbeplattformen. OpenAI hat Anfang 2026 ein offizielles Anzeigenprogramm gestartet und bietet inzwischen sowohl betreute Enterprise-Kampagnen als auch einen Self-Service-Anzeigenmanager an. Anzeigen erscheinen hauptsächlich in SearchGPT sowie in konversationellen Antworten. Premium-Abonnements bleiben werbefrei. Für Marken gilt ChatGPT aktuell als attraktiver Early-Mover-Markt mit wachsendem Inventar und hohen Werbepreisen.
Perplexity hat sein Werbeprogramm vollständig eingestellt. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit dem Schutz der Glaubwürdigkeit und Neutralität der Antworten. Statt klassischer Anzeigen bleibt für Marken vor allem die organische Sichtbarkeit über Generative Engine Optimization (GEO). Der Rückzug zeigt, dass nicht alle KI-Assistenten langfristig auf Werbung setzen werden.
Google verfolgt mit Gemini einen hybriden Ansatz. Werbung erscheint bereits in AI Overviews und im AI Mode der Google-Suche, allerdings noch nicht in der eigenständigen Gemini-App. Der Zugang erfolgt direkt über Google Ads und bestehende Kampagnentypen wie Performance Max oder AI Max for Search. Google kombiniert dabei klassische Suchwerbung mit KI-gestützten Commerce- und Shopping-Funktionen.
Copilot gilt derzeit als die am stärksten kommerziell ausgerichtete KI-Plattform. Microsoft integriert bestehende Systeme wie Bing Ads, LinkedIn Ads und Commerce-Technologien direkt in das Copilot-Erlebnis. Neben klassischen Anzeigen setzt Microsoft auf KI-Shopping, konversationellen Handel und sogenannte Brand Agents. Die Plattform profitiert von einer bereits etablierten Werbe- und Commerce-Infrastruktur und zeigt besonders starke Conversion- und Kaufintentionen.
Claude verfolgt die klarste Anti-Werbe-Strategie aller großen Anbieter. Anthropic lehnt bezahlte Platzierungen bewusst ab und positioniert Claude als werbefreien Denk- und Arbeitsraum. Marken können lediglich über organische Erwähnungen und GEO sichtbar werden. Dadurch entsteht ein deutlicher Gegenpol zu Plattformen wie ChatGPT oder Copilot.
Der KI-Werbemarkt fragmentiert sich zunehmend:
Einige Anbieter bauen aktiv neue Werbeplattformen auf.
Andere setzen auf Abo-Modelle und Werbefreiheit.
Für Marken wird deshalb eine plattformübergreifende Strategie wichtiger als die Konzentration auf einen einzelnen KI-Assistenten.
Besonders relevant werden dabei:
Generative Engine Optimization (GEO)
KI-native Werbenetzwerke
konversationelle Commerce-Formate
sowie die Integration bestehender Werbeökosysteme in KI-Assistenten.
Der Markt befindet sich insgesamt noch in einer frühen Entwicklungsphase, entwickelt sich jedoch bereits zu einem wichtigen neuen Kanal für digitale Werbung und Commerce.